Kombibad Rastatt
Das neue Hallenbad wird als dreigliedriger Baukörper in nördlicher Verlängerung des bestehenden Freibads positioniert und entwickelt sich aus dem Bestand heraus. Durch die Verschiebung und Höhenstaffelung der Baukörper öffnet sich das Ensemble zum Grünraum, greift die Maßstäblichkeit des Bestands auf und schirmt zugleich die Liegewiese von der Bahnlinie ab. Das überkragende Dach am südlichen Gebäudeteil markiert die Schnittstelle zwischen Alt und Neu und definiert den gemeinsamen Haupteingang für Frei- und Hallenbad.
Die Freianlagen werden streifenförmig gegliedert und führen die innere Struktur konsequent nach außen fort: Schwimmer-, Multifunktions- und Kleinkinderbereiche setzen sich im Außenraum logisch fort und schaffen klar definierte Zonen. Großzügige Grünflächen, modellierte Topografie, Holzpodeste und Sitzstufen erzeugen vielfältige Aufenthaltsqualitäten und binden den Bestand behutsam ein. Regenwassersenken und naturnahe Pflanzungen ergänzen die angrenzende Naturschutzzone und stärken die ökologische Qualität des Areals.
Im Inneren organisiert ein großzügiges Foyer mit Gastronomie als verbindendes Element die Wege zwischen Hallen- und Freibad. Klar strukturierte Umkleiden führen in die Badehalle mit Schwimm-, Lehr- und optionalem Springerbecken, während Kurs- und Kinderbereich eigenständig zoniert, jedoch räumlich eingebunden sind. Großzügige Verglasungen und prägnante, hölzerne Rahmenkonstruktionen prägen den Raum, schaffen fließende Übergänge zwischen Innen und Außen und verleihen dem Bad eine warme, identitätsstiftende Atmosphäre.
Konstruktiv kombiniert das Gebäude Stahlbeton und Holz. Die Schwimmhallen werden von optimierten Dreigelenkrahmen aus Brettschichtholz überspannt. Als Null-Emissions-Gebäude mit Plusenergiebilanz nutzt das Bad Photovoltaik, Passivhaus-Komponenten, hocheffiziente Wärmerückgewinnung sowie Geothermie über Grundwasser-Wärmepumpen und erfüllt damit höchste energetische Anforderungen.
Bauherr*in:
Eigenbetrieb Bäder, Versorgung und Verkehr – Rastatt
Lage:
76437 Rastatt
Wettbewerbsplatzierung:
4. Preis